Eine Bestimmung, die auf den Prüfstand gehört
vom 10.02.2017

(jg) – Die folgende Geschichte offenbart eine Bürokratie, die viele Traberbesitzer frustrieren lässt.

Ergänzend zu den Satzungen und Ordnungen gibt es im deutschen Trabrennsport zahlreiche „Durchführungsbestimmungen“, u.a. die Durchführungsbestimmungen über die Führung von Trainings- und Personallisten. So sollen z.B. Veränderungen des Pferdebestandes tagesaktuell schriftlich mitgeteilt werden.

In dem uns bekannt gemachten Fall wurde mit einem Startpferd ein Trainerwechsel vollzogen. Der bisherige Trainer des Pferdes hat das Pferd von seiner Trainingsliste abgemeldet, der neue Trainer hat das betreffende Pferd auf seiner Trainingsliste angemeldet. Dummerweise geschah dies nicht tagesaktuell, sondern mit 24-stündiger Verspätung.

Als das Pferd unter der Verantwortung des neuen Trainers starten sollte, legte der HVT sein Veto ein. Der HVT bestand auf die Einhaltung der Regelung, dass ein Pferd mindestens 28 Tage ununterbrochen auf der Trainingsliste eines Trainers geführt werden muss. Trotz Intervention seitens des neuen Trainers blieb der Verband bei seiner Entscheidung, das Pferd nicht zum Rennen zuzulassen.

Der Verband unterstellt, dass das Pferd 24 Stunden ohne verantwortliche Aufsicht gewesen sein soll, was bei einem möglichen Dopingfall den Schuldnachweis erschweren könnte.

Wir meinen, auf die Arbeitsgruppe „Optimierung der Trabrennordnung“ der Initiative GoTrabGo wartet viel Arbeit.