Aufregung um Bold Eagle & Co.
vom 31.05.2017

(jg) – Hinter den Kulissen rund um den Elitloppet am Sonntag in Solvalla brodelte es gewaltig. Es hätte nicht viel gefehlt und der Auftritt der französischen Stars Bold Eagle, Timoko und Up and Quick wäre in einen Skandal gemündet.

Unerlaubte Ausrüstungsgegenstände
Grund der Aufregung war eine beidseitige Metallplatte am Kopfzügel von Bold Eagle, Up and Quick und Timoko, sowie ein unelastischer Sprungzügel bei Bold Eagle. Offenbar erlaubt in Frankreich, im schwedischen Regelwerk aber nicht vorgesehen. Die französische Equipe weigerte sich, die Anspannung zu ändern.

Eine Vertreterin der Tierschutzvereinigung forderte den Ausschluss der betreffenden Pferde vom Rennen. Eine andere Meinung vertrat die zuständige Bahntierärztin, die die umstrittenen Ausrüstungsgegenstände nicht als Verstoß gegen den Tierschutz bewertete. Ein Kompromiss wurde gefunden. Die französischen Traber durften unter Zahlung einer Geldstrafe mit den in Schweden verbotenen Ausrüstungsgegenständen starten.

Jeweils 15.000 Kronen kostete der Auftritt mit der Metallplatte am Kopfzügel bzw. dem unelastischen Sprungzügel. Für Sebastien Guarato weitere 30.000 Kronen für die Wiederholung im Finale.

Die von der U.E.T. angestrebte Harmonisierung der Regeln im europäischen Trabrennsport wird offenbar nur von unbedeutenden Trabernationen ernst genommen. Die Großen scheren sich einen Dreck, sie machen weiterhin was sie wollen.