Beste Wetteraussichten in Hamburg
vom 21.06.2016

(jg) – Auf welcher deutschen Trabrennbahn wurden in diesem Jahr bislang die lohnendsten Sieg-Quoten gezahlt? Das Ergebnis mag überraschen.

Traber-News.com hat die ausgeschütteten Sieg-Quoten der acht regelmäßig veranstaltenden Trabrennbahnen in Deutschland miteinander verglichen. Dabei sind wir zu erstaunlichen Ergebnissen gelangt.

Favoritensiege dominieren
Befassen wir uns zunächst mit ein wenig Statistik. Wir stellen fest, dass die Gruppe der Favoriten mit einer Eventual-Quote von weniger als 2:1 fast ein Drittel aller Sieger (31,0 %) ausmachte. Darunter befanden sich auch sechs Favoritensiege zum Geldwechselkurs von 1:1. Ob die Gewinne ausgereicht haben, um die Verluste der gescheiterten „Brenner“ auszugleichen, wagen wir allerdings zu bezweifeln.

Fast ein Viertel aller Sieger (23,3 %) zahlte zwischen 2,0 und 2,9:1. Statistisch auch keine lukrative Geldanlage. Nahezu drei Viertel aller Sieger 2016 (72,9 %) auf deutschen Trabrennbahnen gewannen zu einer Quote von weniger als 5:1.

Natürlich gab es auch Außenseitererfolge. 10,4 % aller Sieger gewannen zu dreistelligen Odds. Die höchste Sieg-Quote des Jahres wurde es am 14. April in Hamburg notiert, als Sammy und Franz Klein den Toto zum Kurs von 94,4:1 zum Beben brachten.

Alle Rennen 2016 in Deutschland (einschl. 19.6.)

Sieg-Quote Anzahl Sieger Prozent
10-19 231 31,0
20-29 174 23,3
30-49 139 18,6
  544 72,9
     
50-69 72 9,7
70-99 52 7,0
100-199 47 6,3
200-299 16 2,1
300-499 10 1,3
+ 500 5 0,7
  746 27,1

Hamburger Sieger zahlen mehr
Aber es gibt deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Rennveranstaltern zu registrieren. Am lukrativsten waren die Quoten der Sieger in Hamburg. Die unattraktive Quotenmarge zwischen 1 und 1,9:1 kam in Hamburg nur bei 19,8 % aller Sieger zur Auszahlung. Das ist mit Abstand der Spitzenwert. Gelsenkirchen (23,1 %), Dinslaken (24,0 %) und Mönchengladbach (24,1 %) liegen im guten Mittelfeld. Hier zahlten immerhin noch weniger als ein Vierter aller Sieger zwischen 1 und 1,9:1.

Deutlicher Spitzenreiter der „Mini“-Sieg-Quoten ist Berlin-Karlshorst, gefolgt von Straubing. 53 % aller Sieger in Karlshorst wurden am Toto mit weniger als 2:1 honoriert. Auch Berlin-Mariendorf war für Siegwetter nicht unbedingt lukrativ, trotz zahlreicher Sieg-Jackpötte. 37,2 % aller Sieger zahlten weniger als 2:1.

Schaut man sich die Anzahl der Sieger jenseits von 5:1 an, so hat Hamburg auch hier deutlich die Nase vorn. 35,7 % aller Sieger gewannen zu einer Quote höher als 5:1. Mönchengladbach (30,1 %) und München-Daglfing (29,5 %) folgen auf den Plätzen in der prozentualen Rangliste der Außenseitererfolge. In Straubing hingegen war 2016 bislang noch kein einziges Pferd zu einer dreistelligen Sieg-Quote erfolgreich.

Rennen 2016 in Deutschland nach Rennveranstaltern (einschl. 19.6.)

Sieg-Quote BK BM DI GE HB MD MG SR
10-19 53,0 % 37,2 % 24,0 % 23,1 % 19,8 % 31,8 % 24,1 % 43,6 %
20-29 15,7 % 19,6 % 28,2 % 29,6 % 21,5 % 23,9 % 27,7 % 23,1 %
30-49 13,3 % 18,2 % 21,1 % 22,2 % 23,0 % 14,8 % 18,1 % 12,8 %
  82,0 % 75,0 % 73,3 % 74,9 % 64,3 % 70,5 % 69,9 % 79,5 %
                 
50-69 7,2 % 6,8 % 12,7 % 10,2 % 11,9 % 9,1 % 9,6 % 12,8 %
70-99 1,2 % 8,8 % 7,0 % 5,6 % 8,7 % 10,2 % 4,8 % 7,7 %
100-199 6,0 % 3,4 % 7,0 % 5,6 % 7,1 % 6,8 % 13,3 % -
200-299 2,4 % 2,0 % - 2,8 % 3,2 % 2,3 % 2,4 % -
300-499 1,2 % 2,7 % - 0,9 % 3,2 % - - -
+500 - 1,3 % - - 1,6 % 1,1 % - -
  18,0 % 25,0 % 26,7 % 25,1 % 35,7 % 29,5 % 30,1 % 20,5 %