Der Große Preis von Deutschland wirft seine Schatten voraus
vom 07.09.2018

(jg) – Wenn am 14. Oktober die Elite der vierjährigen Traber zum Großen Preis von Deutschland auf der Bahn am Volkspark in Hamburg antreten werden, dürfte das Herz eines jeden Pferdesport-Liebhabers höher schlagen.

In der Nennungsliste des Rennens finden wir derzeit noch 81 startberechtigte Pferde aus ganz Europa, ja sogar aus den Vereinigten Staaten von Amerika. So gewann der in den USA bei Ake Svanstedt stationierte Yes Mickey erst jüngst am 2. September auf Yonkers Raceway ein für den Wallach auf den Leib geschneidertes Rennen mit neun Längen Vorsprung in 1:11,2.

Ob Yes Mickey kurzfristig den Weg nach Hamburg antreten wird erscheint aber doch eher unwahrscheinlich angesichts hochkarätiger Konkurrenz, insbesondere aus Schweden. Allen voran Hambletonian-Sieger Perfect Spirit mit Örjan Kihlström, Enterprise, Giveitgasandgo, Villiam, Alcoy oder Calle Crown.

Perfect Spirit dürfte aus diesem Sextett der chancenreichste Kandidat auf den Sieg sein, während der im Frühjahr noch so imponierende Giveitgasandgo zuletzt an Form verloren hat. Auch Villiam, bis vor kurzem noch das Top-Pferd seines Jahrgangs in Schweden, scheint momentan nicht in Bestform.

Den Ausländern wird sich eine starke Abteilung deutscher Pferde entgegenstellen. Eine Chance auf den ersten deutschen Sieg seit 2009 scheint nicht ausgeschlossen. Wir denken da in erster Linie an Broadwell, der bereits zweimal in diesem Jahr in Paris gewann, oder an Derby-Sieger Tsunami Diamant, der in dieser Saison nur Portland unterlegen war. Speziell die norddeutschen Hoffnungen ruhen selbstverständlich auf Portland, der mit Björn Goop im Sulky zu allem fähig sein könnte.

Allein schon das mögliche Aufeinandertreffen der drei besten deutschen vierjährigen Traber plus Classic Connection und Flying Fortuna verspricht Spannung pur.