„Die Deutschen nahmen Rache!“
vom 24.08.2016

(jg) – So lasen wir bei Facebook über ein Freundschaftstreffen russischer und deutscher Trabrennfahrer am vergangenen Wochenende in Ramenskoye und Moskau (Russland).

Die Aussage bezog sich wohl auf die Ergebnisse in Moskau, denn den Vergleichskampf am Vortag in Ramenskoye hatten die deutschen Fahrer verloren. Dabei ging nach Aussage von Bernd Nebel der Traber-Vergleichskampf sehr friedfertig und fair vor. Jede Nation war durch zwei Berufs- und zwei Amateurfahrer vertreten. Für Deutschland waren die Professionals Jorma Oikarinen und Constantin Vergos und die Hobbyfahrer Bernd Nebel und Hans-Jürgen von Holdt am Start.

Sie lösten ihre Aufgaben mit Bravour. Am ersten Tag in Ramenskoye gelang dem Dresdner Hobbyfahrer Bernd Nebel sogar ein Sieg. Am folgenden Tag in Moskau erklang für Constantin Vergos die deutsche Nationalhymne. Der Hertener gewann den ersten Wertungslauf und musste im zweiten Rennen das letztplatzierte Pferd des ersten Laufs fahren. Ein siebter Rang genügte, da sein russischer Kollege Vladimir Varygin im ersten Lauf nur Achter gewesen war. Die Ergebnisse im einzelnen:

1. Tag Ramenskoye

1. Ivan Rostovshikov 12 Punkte
2. Ivan Serik 10 Punkte
3. Bernd Nebel 10 Punkte
4. Vladimir Ermashev 10 Punkte
5. Constantin Vergos 9 Punkte
6. Alexandr Bylinin 8 Punkte
7. Jorma Oikarinen 8 Punkte
8. Hans-Jürgen von Holdt 7 Punkte

2. Tag Moskau

1. Constantin Vergos 11 Punkte
2. Ruslan Kiselev 11 Punkte
3. Vladimir Varygin 10 Punkte
4. Vladimir Matveev 10 Punkte
5. Bernd Nebel 10 Punkte
6. Jorma Oikarinen 9 Punkte
7. Rail Gabdrashitov 7 Punkte
8. Hans-Jürgen von Holdt 6 Punkte

Fotos

Die imposante offene Tribüne des Moskauer Hippodroms

Die imposante offene Tribüne des Moskauer Hippodroms

Siegerehrung in Ramenskoye

Siegerehrung in Ramenskoye

Die Vier war Schicksal. Bernd Nebel endete in Moskau zweimal auf Rang vier

Die Vier war Schicksal. Bernd Nebel endete in Moskau zweimal auf Rang vier

Bernd Nebel schilderte Traber-News.com seine Eindrücke über die dortigen Rennnen. „Die Rennen in Rameskoye führten über 1600 Meter und wurden vom Start weg sehr zügig gefahren. Es wird kaum taktisch gefahren, volle Kanne von Start bis Ziel. Deshalb gibt es wenig spannende Endkämpfe, weil sich das Feld sehr in die Länge streckt. Am Startauto sind die Pferde selten, obwohl alle schon 200 Meter Vollgas fahren. Sobald der erste Fahrer die Nähe des Startautos erreicht, fährt es ab. Ansonsten sehr faire Fahrweise, aber auch keine Kunst, da jeder sein eigenes Rennen fährt.“

Die Rennen in Ramenskoye: http://www.trotting.ru/rez_rec/ros_ip/38594_9399.shtm

Die Rennen in Moskau: http://www.trotting.ru/rez_rec/ros_ip/38594_9400.shtm