Die Mariendorfer Vierjährigen-Serie im Rückblick
vom 28.08.2018

(jg) – Unter dem Titel „https://www.traber-news.com/article-13/items/die-berliner-initiative.html“ berichteten wir Ende vergangenen Jahres über das Angebot des Mariendorfer Rennvereins, eine Rennserie für vierjährige Pferde im Gesamtwert von 128.000 Euro ins Leben zu rufen.

„Ein Herz für Vierjährige“, nannte der Veranstalter seine Neukonzeption, und Traber-News.com fand die Idee lobenswert. Leider hat die Realität dem Mariendorfer Rennverein eines Besseren belehrt. Die Bilanz vor dem Finale um 20.000 Euro am 8. September könnte schlimmer nicht ausfallen.

Die Fakten
Die Vierjährigen-Serie offerierte sechs Qualifikationsläufe, die mit Ach und Krach zustande kamen. Nie gab es mehr als sechs Starter zu verkünden. Die durchschnittliche Starterzahl betrug 5,5 Pferde pro Rennen.

Insgesamt nahmen lediglich 18 Pferde an sechs Qualifikationsläufen teil. Auf 17 Pferde wurden 69.100 Euro Preisgelder verteilt. 2.900 Euro gelangten nicht zur Ausschüttung. Lediglich ein Pferd reiste nach Berlin „for nothing“.

Für das Finale am 2. September haben sich neun Pferde lt. Ausschreibung qualifiziert. Dies sind:

New Dawn, Charlotte Newport, Tijuana Diamant, Nordmann, Voyage d’Amour, Kentucky Bo, Mac Smily, Heart of Steel und Portland. Ob sie alle am Finale teilnehmen werden bleibt abzuwarten.

In Reserve stehen Glaedar, Nelly Pepper, Desert King, Pearl Stardust, Pelle Barosso, Lovers Hall, Holly Star, Honesty Newport und Baxter Hill.

Die Gründe
Warum das großzügige Angebot des Mariendorfer Veranstalters nicht angenommen wurde, können nur die Rennställe selbst beantworten. Es war vielleicht blauäugig zu glauben, „eine Alternative zu kostspieligen Auslandsstarts aufzuzeigen“, wie der Rennverein es angekündigt hatte. Die Hälfte der für das Finale qualifizierten Pferde sind dennoch überwiegend im Ausland gestartet.

Einen möglichen Grund für die ungenügende Akzeptanz der Serie sehen wir in der strapaziösen Anreise nach Berlin. Der Weg aus Westdeutschland oder Holland nach Berlin beträgt 1.200 bis 1.500 Kilometer. Bei hochsommerlichen Temperaturen ist das für jedes Pferd wie ein zusätzliches Rennen. Im Rhythmus von zwei bis drei Wochen ist das nicht zu verantworten.

Gefälliger fiel die Bilanz für die Newcomer-Serie aus, die vier- und fünfjährige Pferde bis 7.500 Euro Gewinne ansprach. Für sechs Rennen standen insgesamt 36.000 Euro zur Verfügung, von denen allerdings nur 34.650 Euro zur Auszahlung gelangten. 25 Pferde nahmen das Angebot wahr, die zum überwiegenden Teil aus dem Berliner Umland kamen. Im Schnitt starteten 8,3 Pferde pro Rennen. Es gewannen:

Gri Maximus 7.050 Euro, Whirlwind BR 6.450 Euro, Desert King 5.600 Euro, Misty Morning 3.000 Euro, Campione 1.900 Euro, Hickory Scott 1.650 Euro, Easy Living 1.450 Euro, Lille Alfred 1.450 Euro, Holly Star 900 Euro, Gameboy Newport 750 Euro, Glorious Boko 750 Euro, Simba Diamant 750 Euro, Stradivari 750 Euro, Connecticut 450 Euro, Ear to Earth 450 Euro, Connecticut 350 Euro, Head over Heels 250 Euro, Lagrain 250 Euro, SisterAct Diamant 250 Euro, Bibi von Haithabu 100 Euro, Marinah 100 Euro.