Die Zahlen im Januar
vom 09.02.2016

(jg) – Die erste Monatsstatistik des Jahres 2016 wartet mit erstaunlichen Zahlen auf.

Gewinner der ersten vier Wochen Trabrennsport in Deutschland sind auf jeden Fall die Aktiven. Für die Rennstallbesitzer gab es im Januar 139.105 Euro (66 %) mehr an Rennpreise zu gewinnen als im Vorjahr. Insbesondere der Süden erlebte einen Rennpreiszuwachs von 59.085 Euro oder gigantische 322 Prozent.

Diese erfreuliche Meldung wird leider getrübt durch eine katastrophale Umsatzbilanz im Inland. Die Bahnumsätze gingen um 30 Prozent zurück, die Außenumsätze um 23 Prozent. Sowohl bei den Rennpreisen als auch bei den Umsätzen zeigten sich die Auswirkungen der PMU-Rennen sehr deutlich. Während die Rennpreise von den Provisionen aus Frankreich gespeist werden, verlieren die heimischen Rennbahnen auf Grund ungewöhnlicher Veranstaltungszeiten immer mehr an Stammkundschaft. Man macht sich abhängig. Auch die finanzielle Basis des HVT gerät ins Wanken.

Allein die Zahlen der „Trutzburg“ Hamburg weisen in eine andere Richtung. Als einzige Trabrennbahn Deutschlands weist der Rennverein in jeder Beziehung eine positive Monatsbilanz aus.

Zu den Gewinnern der ersten Wochen des Jahres zählt auch der Zuchtfonds mit Einnahmen von 12.491,40 Euro. Das bedeutet, 36 Prozent aller Rennpreise wurden von Pferden ausländischer Zuchten gewonnen.