Die Zeche zahlen wir!
vom 20.12.2016

(jg) – Am Montag dieser Woche veröffentlichte der HVT eine Mitteilung, dass er beim Finanzgericht Berlin-Brandenburg ein Klageverfahren angestrengt hat.

Gegenstand der Klage ist die Entscheidung des Finanzamtes I in Berlin, den anzusetzenden Steuersatz in der Veranlagung der Umsatzsteuer ab dem Jahr 2012 für bestimmte Leistungen von 7 auf 19 Prozent zu korrigieren. Für welche Leistungen genau und um welche Summe es sich handelt verschweigt der HVT in seiner Presseerklärung.

Um weiteren Schaden abzuwenden, musste die Veröffentlichung aus Gründen der Verjährung unbedingt noch vor Jahresfrist geschehen. Die ZVS-Konten der Besitzer und Züchter werden also in den nächsten Tagen so mir nichts dir nichts mit der Differenz von 12 Prozent der entsprechenden Rechnungsberichtigungen des Jahres 2013 belastet werden. Ob das rechtmäßig ist, sei einmal dahingestellt.

Doch das ist noch nicht alles. Auch für die Steuernachforderungen der Folgejahre werden die im HVT-Konstrukt recht- und stimmlosen Besitzer und Züchter voraussichtlich bluten müssen, da für die Meisten der Sport ein Hobby ist. Experten schätzen den Betrag auf mindestens 400.000 Euro.

Für 2012 war es wohl schon zu spät. Den Schaden, lt. HVT 122.000 Euro, wird der Verband wohl aus eigenen Mitteln aufbringen müssen. Zu einer möglicherweise anfallenden Gewerbe- und Körperschaftssteuer hat sich der HVT überhaupt noch nicht geäußert.

Das erklärt auch die Tatsache, warum den HVT-Mitgliedern seit Juni 2015, also seit 18 Monaten, sämtliche Präsidiumsprotokolle vorenthalten worden sind. Das ist keine Arbeitsüberlastung, wie uns noch zu Beginn des Jahres weisgemacht werden sollte, sondern Kalkül. Die Trabergemeinde sollte über die gravierenden Probleme mit dem Finanzamt so lange wie möglich im Unwissen gelassen werden. Nun zahlen wir die Zeche!