Ein Beispiel aus Solvalla
vom 15.11.2015

(jg) – Ärger rufen bisweilen Rennleitungsentscheidungen auf deutschen Trabrennbahnen hervor, wenn Pferde wegen Verlassens des abgesteckten Geläufs disqualifiziert werden. Eine richtige Entscheidung traf unserer Meinung nach die Rennleitung in Solvalla am vergangenen Samstag.

Im Kampf um die besseren Plätze im Gulddivisions-Rennen, hinter der hoch überlegenen Delicious, überholte Christoffer Eriksson mit Arazi Boko in der Innenspur den in zweiter Spur trabenden Volstead. Dabei geriet das linke Sulkyrad des Gespanns Arazi Boko / Eriksson zweimal knapp außerhalb des durch Pylone abgegrenzten Bahngeläufs. Man kann den Eindruck gewinnen, dass Volstead ein wenig nach innen driftete, allerdings sah die Rennleitung keine Veranlassung, hierfür eine Strafe auszusprechen. Die Lücke für Arazi Boko zum Überholen schien sehr eng, Christoffer Eriksson fuhr hinein, endete als Dritter und beeinflusste somit das Ergebnis für die Platzwetter.

Die Stewards änderten die Reihenfolge im Ziel nicht, bestraften allerdings Christoffer Eriksson mit 500 Schwedenkronen (50 Euro) wegen Fahrens außerhalb der Bahnbegrenzung. Angesichts einer Renndotation von 50.000 Euro eine nach deutschen Maßstäben geradezu lächerliche Strafe. Anscheinend hat der schwedische Verband es nicht nötig, seine Aktiven über Gebühr zu melken. Das nachstehende Video als Anschauungsbeispiel.

http://www.atgvision.com/

Solvalla, 14. November, V75-3