Gelsenkirchener Lunch Race-Premiere
vom 09.06.2016

(jg) – „Rennbahn trifft Flohmarkt“, so etwa konnte man gestern die Lunch Race-Premiere auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen bezeichnen.

Dabei besaß der Flohmarkt-Handel eindeutig die Oberhand. Für manchen mit Plastiktaschen und Kartons bepackten Besucher muss der Rennsport eine kuriose Nebensache gewesen sein. So konnte ich belauschen, wie jemand einem der deutschen Sprache offenbar nicht allzu kundigen Flohmarkt-Besucher den Begriff „Trabrennen“ zu erklären versuchte. Ein schwieriges Unterfangen.

Aber wenn ich ehrlich bin, so war ich über den Besuch zur Mittagszeit angenehm überrascht. Vor Jahren bin ich zu einer Lunch Race-Veranstaltung in Solvalla gewesen. Dort waren weniger Zuschauer zugegen als gestern auf der Trabrennbahn in Gelsenkirchen.

Vieles passte zusammen. Das Wetter war ideal und der sportliche Wert des Programms hervorragend. Nur die Wetter in Frankreich, für die diese Veranstaltung eigens zelebriert worden war, enttäuschten den Veranstalter mit einem Umsatz von „nur“ ca. 630.000 Euro.

Eine Erklärung für das finanziell enttäuschende Ergebnis könnte sein, dass an jenem Vormittag das öffentliche Leben in Frankreich durch Streiks behindert worden sein soll. Nur der besondere Umstand, dass ca. die Hälfte der Rennpreise durch Besitzergeld (ca. 14.000 Euro) finanziert wurde und der deutsche Umsatz in eigener Regie, verhalf dem Gelsenkirchener Rennverein letztlich doch noch zu einem „kleinen Plus“.

Autoschlangen vor dem Rennbahngelände. Das erinnert an ehemals große Renntage

Auch das innere Rennbahngelände war zugeparkt

Der Flohmarkt war gut besucht. Die Geschäfte brummten

Vor der Haupttribüne wurde gefachsimpelt wie an jedem anderen Renntag auch

Auch im Casino auf der Stallseite ließ es sich prima aushalten

Und die Rennleitung war vor Ort