Harte Strafen in Australien
vom 24.11.2016

(jg) – Einige bemerkenswerte Urteile wurden in den letzten Wochen von Rennsportinstitutionen in Australien ausgesprochen.

Zwei Urteilsfindungen vor dem obersten Sportgericht in Bezug auf die verbotene Substanz Kobalt könnten auch für europäische Rechtsinstanzen von Interesse sein.

In einem Fall hatte sich die Trainerin des Pferdes für die Auffindung der Substanz Kobalt für schuldig bekannt. Das Gericht berücksichtigte außerdem, dass sie in Bezug auf Dopingvergehen in 16 Jahren nie auffällig geworden war und sie das gedopte Pferd erst zwei Tage vor dem Rennen in ihre Obhut bekommen hatte. 12 Monate Lizenzentzug hielt das Gericht daher für eine angemessene Strafe.

In einem ähnlichen Fall wurde eine andere Trainerin mit 15 Monaten Lizenzentzug bestraft. Sie hatte sich für nicht schuldig bekannt.

In einem Fall von Wettmanipulation verhängte das Gericht einen Lizenzentzug von 12 Monaten. Die Stewards waren zu der Überzeugung gelangt, dass die Fahrweise des Angeklagten auf den finalen 200 Metern nicht den Regeln entsprochen hatte. Der Fahrer war, anders als bei seinen Fahrten mit dem Pferd zuvor, mit straffer Leine und Hände an der Brust durchs Ziel gefahren.