Herbst-Auktion in Cabourg mit 65.000 Euro Spitzenpreis
vom 03.11.2015

(jg) – Das Auktionsgeschäft in Cabourg vergangene Woche hielt sich in den Grenzen des Üblichen. 170 verkaufte Pferde (Minus 3,5 %) erzielten einen Gesamtumsatz von 1,487 Millionen Euro (Minus 24 %). Damit lag man in etwa auf dem Niveau von 2013, jedoch deutlich unter dem Vorjahresergebnis.

69 Prozent verkaufte Pferde sind auf französischen Auktionen das, was wir mit „das Übliche“ bezeichnen. Ein viel zu hoher Prozentsatz. Der Durchschnittspreis der verkauften Pferde betrug 8.747 Euro. Ein Preisniveau, das deutsche Rennstallbesitzer eigentlich nicht abschrecken lassen sollte. Trotzdem waren deutsche Interessenten an den zwei Tagen in Cabourg offensichtlich nicht aktiv, sieht man einmal davon ab, dass Jack de Jong einen Jährlingshengst von Rodrigo Jet erwarb und sich hinter der großen Zahl von anonymen Käufern kein weiterer Deutscher verbirgt.

Teuerstes Pferd der Auktion war die zweijährige Dixon Dark v. Sam Bourbon, die nachträglich in den Auktionskatalog Aufnahme gefunden hatte. Die Stute ist eine Halbschwester zu den Gruppe-Siegern Axelle Dark (582.712 Euro) und Briac Dark (266.930 Euro) und war bei ihrem einzigen Auftritt kurz vor der Auktion Zweite in Graignes in 1:16,9 über 2275 Meter gewesen. Der in Frankreich tätige Finne Jarmo Niskanen sicherte sich dieses Juwel für 65.000 Euro.

Auch das zweitteuerste Pferd war eine zweijährige Stute mit hervorragenden Referenzen. Discotheque v. Pomerol de Laumac ist erst der zweite Nachkomme ihrer Mutter Quick Legs, eine Halbschwester zu den Gruppe-Siegern Ready Cash (4.282.300 Euro), Upper Class (338.950 Euro) und Suricate (142.670 Euro). 42.000 Euro erscheinen angesichts dieser Abstammung nicht zu viel.

Spitzenreiter unter den Stallion Shares war Timoko. 1/80-Anteil kostete 40.000 Euro und berechtigt zur jährlichen Bedeckung einer Stute.

Die nächste Arqana-Auktion findet vom 21.-23. Januar in Vincennes statt.