HVT-Mitgliederversammlung am 14. Mai in Berlin
vom 03.05.2016

(jg) – Eine geringe Anzahl Züchter und einige selektierte korporative Mitglieder werden Pfingstsamstag zur Mitgliederversammlung 2016 des Hauptverbandes für Traberzucht e.V. in Berlin erwartet.

Die Mitgliederversammlung wird erneut „geheim“ unter Ausschluss von Presse und Gästen stattfinden. Mit diesem Zustand, den es in der Vergangenheit nicht gab, wird sich die Mitgliederversammlung beschäftigten müssen. Es ist befremdend, dass der Antrag eines Mitgliedes auf Zulassung von Presse und Gäste vom Präsidium in der Tagesordnung nicht berücksichtigt wurde.

Einer der zahlreichen Tagesordnungspunkte am Samstag hat die Möglichkeit der Mitgliedschaft auch für Besitzer von Trabrennpferden und aktive deutsche Rennvereine zum Thema. Der Antragsteller argumentiert, die Entscheidungsgewalt im deutschen Trabrennsport sollte auf eine breitere Basis gestellt werden. Ein weiterer Antrag fordert, dass alle vom Präsidium getroffenen Änderungen der Trabrennordnung B von der Mitgliederversammlung bestätigt werden müssen.

Weitere Anträge befassen sich mit der unzulänglichen Arbeit des Präsidiums. Ein persönliches Mitglied fordert insbesondere Erklärung in Bezug auf das Ausbleiben der Präsidiumsprotokolle, was einen Satzungsverstoß darstellt. Mehr als ein halbes Jahr ist das HVT-Präsidium diesbezüglich in Verzug und hat die HVT-Mitglieder über seine Arbeit in Unkenntnis gelassen. Das ist ein einzigartiger Skandal, denn das Vorenthalten der Protokolle ist ein Wiederholungsfall. Auch die Ignorierung zahlreicher schriftlicher Anfragen des Mitglieds bezüglich Doping, Amateur-Trainer, Zuchtwertschätzung und Abrechnung Zirkel-Rennen sollen zur Sprache gelangen.

Zwei Anträge zum praktischen Alltag eines Renntages sollten allgemeine Beachtung finden. So wird über die Möglichkeit einer zweiten Qualifikation während der gleichen Rennveranstaltung entschieden, sollte das betreffende Pferd auf den ersten 500 Metern wegen Galopps disqualifiziert worden sein. Der zweite Antrag fordert den Verlust des Rennpreises auch nach Zieldurchfahrt, sollte ein Pferd mit einem nicht zugelassenen Ausrüstungsgegenstand am Rennen teilgenommen haben.

Weitere Anträge beschäftigen sich mit der Einsetzung einer Zuchtbuchkommission zwecks Überarbeitung der Zuchtbuchordnung, mit der Gestaltung von ethnischen Grundsätzen und der Möglichkeit zur Einführung einer „virtuellen Mitgliederversammlung“.