HVT-Mitgliederversammlung Teil II
vom 26.05.2016

(jg) – Gestern hat der HVT auf das Resümee des Mitglieds Immo Müller bezüglich der Mitgliederversammlung reagiert und eine Gegendarstellung auf mein-trabrennsport.de veröffentlicht.

Der Artikel nennt sich „Fakten zur HVT-Mitgliederversammlung“, enthält aber Behauptungen, die vorsichtig ausgedrückt als strittig beschrieben werden dürfen. Zum Beispiel der Absatz „Umgang mit Einsätzen aus Zirkelrennen“. Der HVT hatte seinerzeit Strafanzeige gegen Traber-News.com gestellt und sich auf unseren Artikel bezogen, „Wann bezahlt der HVT seine Schuld?“ Es ging um Einsatzzahlungen zu Gehobenen Rennen, wo wir recherchiert haben, dass die Besitzer mehr Geld eingezahlt hatten als an Rennpreisen ausgeschüttet waren.

Der HVT argumentierte gegenüber der Staatsanwaltschaft, dass der HVT niemals Rennpreise schulden könne, sondern immer nur der auslobende Rennveranstalter. Man wollte sich reinwaschen und die Verantwortung ohne zu erröten den Rennvereinen übertragen. Der HVT-Präsident übersah dabei geflissentlich den eigenen Präsidiumsbeschluss, ein attestiertes Rennpreisguthaben auf die Zirkelserien des Folgejahres zu übertragen.

Die Staatsanwaltschaft ist vermutlich dem Argument von Traber-News.com gefolgt, dass man so etwas nur beschließen kann, wenn man über diese Gelder auch verfügt. Nun hat das HVT-Präsidium verkündet, über 40.000 Euro an zu viel gezahlten Einsätzen zurückzuzahlen. Dass der HVT immer noch nicht kapieren will, dass die Strafanzeige wegen „offenkundiger Substanzlosigkeit“ abgewiesen worden ist, wie Immo Müller es formulierte, ist wirklich nur als peinlich zu bezeichnen.

Die Einsicht, dass keine Institutionen, sondern nur Personen verleumdet werden können, kommt dem HVT reichlich spät. Dies ist genau der Wortlaut, den Traber-News.com gegenüber der Staatsanwaltschaft zur eigenen Verteidigung vorgetragen hat. Da hätte man von einem Rechtsbeistand, der dem HVT jährlich zehntausende von Euro kostet, bessere Beratung erwarten dürfen.

Eine selbstherrliche Rechtsauffassung offenbart der HVT wenn er davon spricht, die überschüssigen Einsätze in Höhe von 9.000 Euro seien wegen einer Vielzahl von Gläubigern zur Erstattung nicht geeignet gewesen. Damit stellt sich der HVT außerhalb geltenden Rechts. Hier entscheidet demzufolge der Gläubiger, ob und wann eine Schuld beglichen werden muss.

Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Schilderung des Breeders Crown-Jahresabschluss. Hier macht der HVT den Mahner Immo Müller quasi zum Schuldigen. Man gibt zu, dass die Unterlagen erst am Abend vor der Mitgliederversammlung beim HVT eingegangen sind und von den Rechnungsprüfern nicht eingesehen wurden.

Die weiteren Auslassungen auf mein-trabrennsport.de widersprechen krass den Schilderungen des HVT-Mitglieds Immo Müller. Der Breeders Crown-Jahresabschluss wurde Herrn Müller nach seiner Aussage am Morgen in den HVT-Räumen nicht zur Einsichtnahme vorgelegt. Der HVT-Präsident soll sogar behauptet haben, die Bilanz sei überhaupt nicht eingegangen. Des weiteren soll der HVT-Präsident die Mitgliederversammlung aufgefordert haben, dem Präsidium auch ohne Einsicht in die Unterlagen Entlastung zu erteilen.

Zu den von Immo Müller erhobenen Vorwürfen der Satzungsverstöße nimmt der HVT nur unzureichend Stellung.