33 Pferde im Deutschen Traber-Derby – 31 im Stuten-Derby
vom 20.07.2018

(jg) – Die Starterangabe zum 123. Deutschen Traber-Derby bzw. zum Deutschen Stuten-Derby am Freitagmorgen schloss mit insgesamt 64 Pferden, die auf jeweils vier Vorläufe verteilt worden sind.

Das Derby
33 Hengste und Wallache streiten in diesem Jahr um die Nachfolge von Vorjahressieger Tsunami Diamant. 21 davon stehen unter Obhut eines ausländischen Trainers. Nur fünf deutsche Sulkyfahrer kommen im Deutschen Traber-Derby zum Einsatz. Es sind: Josef Franzl, Rudolf Haller, Roland Hülskath, Michael Nimczyk und Tim Schwarma. Ihnen stehen 12 ausländische Fahrer gegenüber. Wann hat es jemals so etwas gegeben?

Etwas günstiger ist das Verhältnis in Bezug auf die Besitzverhältnisse der Pferde. 17 der 33 Derby-Pferde haben einen deutschen Eigentümer oder befinden sich zumindest im deutschen Teilbesitz.

Unter den Vaterpferden ist Love You mit sieben Startern am stärksten vertreten, gefolgt von Conway Hall mit fünf Söhnen. Mehr als einen Nachkommen im offenen Derby weisen nur Muscles Yankee, Pastor Stephen und Timoko mit jeweils zwei Startern auf.

Das Stuten-Derby
Wie im offenen Derby wurden vier Pferde auf die Vorläufe verteilt. Es sind Avalon Mists, Isabella Boshoeve, Laura Vici und Cahaya. Zum vierten Setzpferd, in diesem Fall Cahaya, kann man sicherlich unterschiedlicher Meinung sein. Noch nie ist ein Pferd mit nur einem Lebensstart im Derby gesetzt worden. Zudem ist Cahaya sieglos. Alles sehr gewöhnungsbedürftig.

Immerhin acht deutsche Fahrer sind im Stuten-Derby engagiert: Thomas Buley, Josef Franzl, Victor Gentz, Rudolf Haller, Roland Hülskath, Michael Nimczyk, Torsten Tietz und Besitzer Andreas Marx mit einer Amateurfahrerlizenz. Aber auch im Stutenrennen befinden sich ausländische Lizenzinhaber in der Mehrheit.

Hervorzuheben ist, dass der Rite On Line-Sohn Corleone das Kunststück fertig gebracht hat, sämtliche Nachkommen seines ersten Jahrgangs im Derby starten zu haben. Bei den Hengsten ist es Provenzano, bei den Stuten Donna Granata. Beide Pferde befinden sich im Besitz des Stalles Wieserhof und werden von Rudi Haller trainiert.

Ansonsten sind es wie im offenen Derby Love You und Conway Hall mit jeweils drei Nachkommen, die die meisten Derby-Starter beim schwachen Geschlecht stellen. Auch Dream Vacation weist drei Nachkommen im Stuten-Derby auf.

Die vermeintlichen Sieger aber werden aller Voraussicht nach aus Holland anreisen. Nicht nur wegen der quantitativen Mehrheit, auch in Anbetracht der Klasse der Pferde. Mister F Daag könnte für das Team Paul Hagoort und Robbin Bakker der vierte Derbysieger in Folge und der Sechste innerhalb der letzten 10 Jahre werden. Im Falle eines Sieges von Mister F Daag und Avalon Mists droht den deutschen Besitzern wie Trainern und Fahrern sogar die totale Pleite. So etwas gab es bislang nur einmal in der Derby-Geschichte, als 2014 Expo Express mit Arnold Mollema für die Farben von Jacob Elzinga und Pippa Barosso mit Hugo Langeweg für Ronald Nooteboom gewannen.