In memoriam: Peter Heitmann
vom 31.10.2018

(jg) – Mit Bestürzung haben wir Sonntagabend vom Ableben unseres Freundes Peter Heitmann erfahren.

Peter Heitmann war ein Spross der unseres Wissens nach ältesten Traber-Dynastie Deutschlands. Sein Vater Walter Heitmann fuhr Permit 1953 zum Sieg im Prix d’Amerique und sein Großvater Hinrich Heitmann gründete 1889 das Gestüt Altengamme.

Seine erste Fahrt im Sulky gestaltete Peter Heitmann auf Anhieb siegreich. Es war am 2. April 1967 mit Fritz Schrefelds Jasmine. Mit 42 bzw. 69 Jahressiegen errang er 1967 und 1968 den Titel des deutschen Lehrlingchampions.

Zahlreiche norddeutsche Bahnchampionate und Zuchtrennensiege folgten mit den Jahren. Zweimal gewann Peter Heitmann das Deutsche Traber-Derby. 1978 mit der im Familienbesitz befindlichen Ada und 1989 mit Gestüt Lasbeks Grimaldi. Nach Angaben des HVT soll Peter Heitmann insgesamt 4.240 Siege im Sulky errungen haben.

Auch als Züchter ist Peter Heitmann erfolgreich in Erscheinung getreten. In den letzten Jahren oft in Züchtergemeinschaft mit Alwin Schockemöhle und Christian Tausent. Zu seinen Erfolgspferden diesbezüglich zählen der in diesem Jahr zweimal in Paris siegreiche Portland und Derbysieger Ambassador As.

Ich persönlich kenne Peter Heitmann seit den späten 70er Jahren. Gerne erinnere ich mich zurück an unsere gemeinsame Arbeit im Vorstand des Norddeutschen Traber-Besitzer- und Züchter-Verein. Noch im Sommer dieses Jahres wurde Peter Heitmann in den Vorstand der Hall of Fame des deutschen Trabrennsports berufen. Es war sein letztes offizielles Amt. Vor 14 Tagen trafen wir uns ein letztes Mal anlässlich des Großen Preises von Deutschland in Hamburg.

Seiner Familie, insbesondere seiner Frau Sabine Heitmann und den Kindern Max und Christine, gilt unser aufrichtiges Beileid. Wir werden Dich nie vergessen!

Jürgen Gaßner