Irrtum mit fatalen Folgen?
vom 16.06.2015

(jg) – Am 11. Juni stellte sich in Gelsenkirchen ein vierjähriger belgischer Traber vor, der Aufmerksamkeit erregte.

Wir sprechen von Hamilton Noa, der in einer Wiederqualifikation trotz einer Lebensgewinnsumme von nur 1.725 Euro die letzte Partiale leicht und locker in 1:10,5 absolvierte. Nach Meinung von Jos Verbeeck hätten es auch zwei Sekunden schneller sein können.

Hamilton Noas letzte Formen aus 2014 zeigten zwei nachträgliche Disqualifikationen, nachdem am 25. Juli 2014 ein Doping relevantes Mittel bei dem Hengst nachgewiesen worden sein soll. Wie uns Jos Verbeeck mitteilte, hatte Hamilton Noa daraufhin vom belgischen Traberverband eine einjährige Sperre erhalten.

Jos Verbeeck teilte uns aber auch mit, dass Züchter und Besitzer Jan Vanhoucke gegen diese Sperre vor Gericht gegangen ist und sich herausgestellt hat, dass die Sperre nicht rechtens gewesen ist. Der Vorwurf des Dopings soll sich vor Gericht nicht länger aufrecht erhalten haben.

Nun prozessiert Besitzer Vanhoucke gegen den belgischen Traberverband auf Schadensersatz um mehrere Hunderttausend Euro. Nach Überzeugung von Jos Verbeeck besitzt Hamilton Noa eine erste Chance im Belgischen Traber-Derby am 27. September in Mons. „Wenn der belgische Verband diesen Prozess verliert, ist er pleite,“  schätzt Jos die Lage ein.