Ist das „totes Rennen“?
vom 02.10.2018

(jg) – Ein „Aufreger der Woche“ im deutschen Trabrennsport war das 5. Rennen am 22. September auf der Trabrennbahn in Berlin-Mariendorf.

Sieger des Rennens war unbestritten das Pferd mit der Kammdeckelnummer 8. Um den zweiten und dritten Platz musste das Zielfoto zu Rate gezogen werden. Der Zielrichter entschied auf "totes Rennen" zwischen der 4 (Georgies Matador) und der Nummer 5 (Georgies Express). So soll es auf der Bahn verkündet worden sein.

Dem Besitzer von Pferd Nr. 4 gefiel das nicht. Er wandte sich an die Öffentlichkeit und monierte den Richterspruch. Er wollte „Recht“.



Skurril ist nun folgendes: Das Rennen wurde lt. Rennbericht um 15.34 Uhr gestartet. Um 19.15 Uhr veröffentlichte der HVT das Rennergebnis: Totes Rennen auf Platz zwei. Eine Stunde später, um 20.17 Uhr, zeigt der nachstehende Screenshot das Pferd Nr. 4 auf dem zweiten Platz und die Nr. 5 auf Rang drei. Wiederum später lautet das Ergebnis erneut totes Rennen.

Ja, was denn nun? Wer ändert ein Dokument nach Lust und Laune, ohne dies zu Kennzeichnen?

Irren ist bekanntlich menschlich. Fehler können passieren. Besser wäre es aber gewesen, der oder die Verantwortlichen hätten ihren Fehler eingestanden und sich für den Vorfall entschuldigt. Das wurde versäumt. Schade!