István Tóth ist tot
vom 27.01.2016

(dk) - Am Donnerstag, 21. Januar, starb nach schwerer Krankheit der ehemalige Rennleitungsvorsitzende István Tóth in seinem Haus in Oer-Erkenschwick. Seine Ehefrau Csilla hatte ihn dort bis zuletzt gepflegt.

István Tóth wurde am 10. September 1933 in Györ, Ungarn, geboren. Dort besuchte er die Schule und absolvierte anschließend mit Erfolg ein Studium zum Dipl. Ing. Agr. Bereits in seiner Heimat Ungarn gehörte sein Herz den Trabern. U.a. arbeitete er auf der Trabrennbahn in Budapest als Rennsekretär. 1970 heiratete er seine große Liebe Csilla, mit der er bis zu seinem Tod eine glückliche Ehe führte.

Auf der Budapester Trabrennbahn lernte István Tóth den damals schon legendären Hans Frömming kennen, der ihn ermunterte nach Deutschland zu kommen. Mit einem bewilligten Ausreiseantrag in der Tasche fuhren István und Csilla Tóth mit ihrem Fiat 500 kurz entschlossen nach Deutschland. István Tóth lagen damals mehrere Angebote vor, um im deutschen Trabrennsport Arbeit zu finden.

Er entschied sich für die Trabrennbahn Gelsenkirchen, wo er zunächst neben Günter Elter als renntechnischer Mitarbeiter tätig war. Schnell zog es ihn in die Rennleitung. 1975 wurde er Rennleitungsvorsitzender auf allen vier westdeutschen Trabrennbahnen. In dieser Position war er 23 Jahre tätig. 1998 ging er in den verdienten Ruhestand und vor allem die Trainer und Berufsfahrer trauern ihm bis heute nach. Seine Entscheidungen waren stets korrekt und ließen selten Widerspruch aufkommen. István Tóth war ein exzellenter Fachmann, der seinen eigenen Stil besaß und diesen bis zu seinem Ausscheiden beibehalten hat.

Bis zum letzten Jahr war István Tóth jeden Tag bei seinen geliebten Trabern und fuhr diese im Training überwiegend selber. Seine Urne wird in Westerholt auf einer Naturruhestätte unter einem Baum beigesetzt.

Der Deutsche Trabersport ist Herrn István Tóth zu Dank verpflichtet. Möge er in Frieden ruhen.