Italienische Züchter attackieren französischen Zuchtverband
vom 22.12.2016

(jg) – Der Vize-Präsident der italienischen Züchtervereinigung Anact, Piero Eigenmann, hat überraschend deutliche Worte gegen den französischen Zuchtverband Le Trot ausgesprochen.

Piero Eigenmann, Inhaber der Scuderia Sant’ Andrea, kritisiert das in der kürzlichen Rede von Dominique de Bellaigue ausgegebene Zuchtziel, die französische Traberzucht weiterhin gegen fremdes Blut abzuschirmen. Piero Eigenmann hat darauf hingewiesen, dass der erfolgreichste Deckhengst der französischen Traberzucht, Ready Cash, der führende Vererber bei den Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfjährigen, zu 45 Prozent amerikanisches Blut besitzt und es praktisch keinen reinen französischen Traber mehr gäbe. Piero Eigenmann spricht stattdessen vom „Europäischen Traber“, zu der seiner Ansicht nach auch die französische Rasse gehört.

So ist das mit der französischen Traberzucht. Sie sind Nutznießer fremder Blutströme, reklamieren aber weiterhin eine eigenständige, schützenswerte Rasse. Wie kommen die nur darauf?