Kein Land in Sicht
vom 06.01.2016

(jg) – Die statistischen Zahlen des Jahres 2015 für den deutschen Trabrennsport sind erneut ernüchternd. Rückläufige Entwicklungen auf allen Ebenen.

Beängstigend liest sich die Entwicklung der Rennpreise. Gegenüber 2014 wurden auf deutschen Trabrennbahnen mehr als eine Million Euro weniger Rennpreise ausgeschüttet (minus 16,5 %) als noch im Vorjahr. Schuld an diesem Umstand waren über 20 Prozent weniger Renntage als 2014. Dies wiederum ist in Zusammenhang zu bringen mit weniger gestarteten Pferden. Die Abwärtsspirale findet kein Ende.

Wer genau hinsieht erkennt, dass die Lage sich in den Regionen Nord und West dramatisch verschlechtert hat. Die fehlende Million stammt allein aus diesen beiden Bereichen. Die Anzahl der Renntage zeigt hier einen Rückgang von unfassbaren 33 Prozent. Und die Aussichten für 2016 sehen keineswegs besser aus. Wenn man nun noch sieht, auf welch armseligen Niveau der Süd-Bereich dahin vegitiert, mag man an eine Zukunft des deutschen Trabrennsports kaum noch glauben. Einzig der Bereich Ost zeigt durchgehend schwarze Zahlen.

Übrigens, ein Drittel aller Renntage im deutschen Trabrennsport fanden 2015 in Berlin statt.