Meadowlands sendet Notsignale
vom 27.08.2018

(jg) – Nach acht Monaten Topsport legt Amerikas bedeutendste Trabrennbahn The Meadowlands zunächst einmal eine mehrwöchige Rennpause ein. Zeit für eine vorläufige Bilanz.

Und die schaut nicht gut aus. Gegenüber 2017 war der Bahnumsatz um neun Prozent rückläufig, der Außenumsatz um sechs Prozent und die Wettvermittlung auf andere Rennbahnen verzeichnete ein Minus von fünf Prozent. Selbst bedeutende Rennen wie das Hambletonian (minus drei Prozent) und Meadowlands Pace (minus 11 Prozent) blieben vom Negativtrend nicht verschont.

Als Hauptproblem der schlechten Nachrichten macht Meadowlands-Investor Jeff Gural die immer größer werdende Knappheit an Startpferden aus. Viele Rennen auf The Meadowlands waren in den letzten Monaten nur mit sieben oder acht Pferden besetzt und für Wetter daher wenig attraktiv. Hinzu kommt die Konkurrenz in Yonkers und der Rennbahnen in Pennsylvania (Pocono, The Meadows), die Dank Casino-Lizenzen in der Lage sind, bedeutend höhere Rennpreise auszuschütten.

Der Fortbestand vieler hoch dotierter Rennen auf The Meadowlands kann daher nicht garantiert werden. Zum wiederholten Male fordert Jeff Gural daher die Wiedereinführung einer staatlichen Unterstützung, die New Jerseys ehemaliger Gouverneur Chris Christie ihm vor Jahren zu Gunsten der Casino-Betreiber in Atlantic City gestrichen hatte.