Mixed-Sale am 9. + 10. September in Deauville
vom 11.09.2015

Deutsche Käufer werden fündig

(jg) – Das Auktions-Karussell in Frankreich dreht sich zur Zeit schnell und schneller. Nur wenige Tage nach der dreitägigen Jährlings-Auktion fand an gleicher Stätte eine zweitägige Mixed-Sale statt.

Der  erste Auktionstag bestand aus 145 Jährlingen, von denen 76 Prozent einen Käufer fanden. Der Durchschnittspreis betrug 3.662 Euro. Acht Jährlinge gingen nach Deutschland. Der bereits Frankreich erfahrene Berliner Rennstall Living Dream erfüllte sich seinen Traum mit dem Erwerb von fünf Jährlingen, ein Hengst und vier Stuten, für insgesamt 30.500 Euro. Im einzelnen:

- ein Jährlingshengst v. Quatre Juillet aus einer Istraeki-Tochter mit 14er Rekord;
- das erste Produkt aus einer Look de Star-Tochter mit 14er Rekord v. Olimede;
- das dritte Produkt aus einer Defi d’Aunou-Tochter v. Soleil du Fosse;
- eine Jährlingsstute v. Scipion du Goutier aus einer Vollschwester zu Rive Droite (1:12,1 - 518.450 Euro);
- eine Jährlingsstute v. Nijinski Blue aus einer Halbschwester zu Vanishing Point (3, 1:12,6 - 618.500 Euro).

Der im westdeutschen Rennsport bekannte Amateurfahrer Heinz Berger sicherte sich eine Jährlingsstute v. Quick Wood aus einer Halbschwester zu Quattro Ecus (1:11,1 – 465.096 Euro) und Heike Feelders nahm einen Jährlingshengst v. Tornado Bello aus einer Fleuron Perrine-Tochter mit 14er Rekord mit nach Hause.

Am zweiten Tag standen Pferde im Training im Mittelpunkt. Teuerstes Pferd der Auktion wurde allerdings der Deckhengst Soleil du Fosse v. Jag de Bellouet, der für 58.000 Euro zugeschlagen wurde. Ihm folgten die zweijährige Danseuse For Ever v. Rodrigo Jet für 45.000 Euro und die dreijährige Christiana v. First de Retz für 42.000 Euro.

Wie französische Anbieter auf Auktionen „ticken“ ist für deutsche Beobachter oftmals schwer nachzuvollziehen. Von den zehn teuersten Pferden der Auktion mit Geboten zwischen 145.000 Euro und 47.000 Euro wurden acht nicht verkauft und warten weiterhin auf Angebote.

Nicht zuletzt deswegen endete die Mixed-Sale am Donnerstagabend für den Veranstalter mit einem unbefriedigenden Ergebnis. Der Durchschnittspreis aller verkauften Pferde belief sich auf 7.274 Euro, ein Minus gegenüber dem Vorjahr von 25 Prozent.