Mr. Gural zeigt Flagge
vom 13.07.2015

(jg) – Wenn es im amerikanischen Trabrennsport einen Visionär gibt, dann heißt er ganz gewiss Jeff Gural. Zu seinen Visionen zählt auch der „saubere“ Sport.

Als privater Betreiber von drei Rennbahnen, Meadowlands, Tioga Downs und Vernon Downs, hat Jeff Gural durchgesetzt, „Horsemen“ von zweifelhafter Reputation von seinen Rennbahnen fernzuhalten. Dafür musste er höchste gerichtliche Rechtsprechung bemühen. Gural ist auch der einzige Rennbahnbetreiber Amerikas, der mit Brice Cote einen Dopingbeauftragten beschäftigt. Seine Identität war lange Zeit Geheimsache. Sämtliche Trainer, die auf seinen Rennbahnen die Teilnahme wünschen, müssen sich mit unangemeldeten Trainingskontrollen einverstanden erklären.

Ganz neue Wege beschritt Gural jedoch mit einer Maßnahme vom Wochenende, als er von einer Vielzahl an Teilnehmer der hochdotierten Stakesrennen im Vorfeld Blutproben entnehmen ließ, um sie an das anerkannte Doping-Testlabor in Hong Kong zu schicken. „Unsere Kunden sollen wissen, dass ihre Wetten auf einer fairen Grundlage basieren, insbesondere wenn es sich um unsere Jahreshöhepunkte handelt,“ gab Gural zu verstehen. Das „out-of-competition-testing“ soll in den nächsten Wochen bis zum Hambletonian intensiviert werden.