Offener Brief Teil 3
vom 09.06.2016

Als ein mir besonderes Anliegen will ich im letzten Teil meines Offenen Briefes kurz eingehen auf den

Versammlungsort Berlin

Zitat HVT
Dass ein Ort in der Mitte Deutschlands für alle Mitglieder besser erreichbar sein sollte, erschließt sich nicht. Verkürzt sich die Reisezeit für die einen, verlängert sie sich für andere.

Diese Aussage möge man langsam ein zweites Mal lesen. Wenn man nicht will, dann kann es sich auch nicht erschließen.

Aber es ist ansonsten gar nicht diskussionswürdig sondern eindeutig, dass die Mitte Deutschlands für die im Lande „verstreuten“ Mitglieder am Besten zu erreichen ist. Aber – das ist richtig formuliert – nicht für alle Mitglieder. Für „Berliner“ verlängert sich die Anreise.

Zitat HVT
Unter Kostengesichtspunkten des Verbandes ist dies daher der zu präferierende Ort. (Anm.: Berlin)

Die Reisespesen der Präsidiumsmitglieder dürften gleich bleiben, und Kosten für Räumlichkeiten brauchen nicht auftreten oder sind extrem gering (siehe unten).

Unter Kostengesichtspunkten des Verbandes wäre es zu begrüßen, wenn bei den jährlichen Gesamt-Reisespesen des Verbandes in Höhe von knapp 50.000 Euro, davon sollen auf den geschäftsführenden Präsidenten Heinz Tell ca. 90 Prozent entfallen, deren Verhältnismäßigkeit mehr beachtet würde. Gleiches gilt für die Kosten der Rechtsberatung in ähnlicher Höhe.

Zum Thema Versammlungsort hier mein kürzlicher Brief an den HVT:

Die Mitgliederversammlung in Berlin bedingt immer eine aufwendige Anreise, insbesondere für Mitglieder aus dem „Westen“ Deutschlands sowie natürlich auch aus Bayern (und Hooksiel).

Sinnvoller wäre es, einen zentraleren Versammlungsort zu wählen. Geografisch wäre dies Göttingen, eventuell Kassel. Wegen der Fluganbindung zu München aber eventuell auch Hannover-Isernhagen.

Ich denke, dass demgemäß ein anderer Versammlungsort für Mitgliederversammlungen gewählt werden sollte. Als beste Lösung bietet sich dann Göttingen an.

Zu bedenken wäre allein, ob die Mehrzahl der Mitglieder aus dem Raum München eine Flugverbindung bevorzugen, dann wäre eventuell Hannover-Isernhagen die bessere Variante. Göttingen, aber auch Kassel und Hannover, besitzen übrigens eine ideale ICE-Verbindung.

Falls eine Entscheidung für einen der genannten Versammlungsorte getroffen werden sollte, bin ich zum Auftakt bereit, mich um die entsprechende Lokalität zu bemühen sowie die Kosten der bisher während der Versammlung gewohnten Verpflegung zu übernehmen.

Hier die etwaigen Fahrzeiten mit dem PKW zum Vergleich:

HH-Berlin: 285 km, Fahrzeit 2:42 Std
HH-Isernhagen: 140 km, 1:23 Std
HH-Göttingen: 265 km, 2:20 Std
HH-Kassel: 310 km, 2:48 Std

GE-Berlin: 520 km, 4:30 Std
GE-Kassel: 152 km, 1:54 Std
GE-Göttingen: 244 km, 2:16 Std
GE-Isernhagen: 244 km, 2:30 Std

Mü-Berlin: 590 km, 5:40 Std oder 65 Minuten Flug
Mü-Kassel: 480 km, 4:40 Std
Mü-Göttingen: 512 km, 5:00 Std
Mü-Isernhagen: 656 km, 5:56 Std oder 65 Minuten Flug

Berlin-Isernhagen: 280 km, 2:20 Std
Berlin-Göttingen: 330 km, 2:50 Std
Berlin-Kassel: 380 km, 3:24 Std


Hier endet nun mein „Offener Brief“. Dieser entstand im Nachgang zu meinem Resümee und einem eher nicht substanzhaltigen Antwortschreiben des HVT-Geschäftsführers.

Und in diesen Tagen haben auch folgende Worte von Martin Luther King für mich an Bedeutung gewonnen.

„Um Feinde zu bekommen, ist es nicht nötig, den Krieg zu erklären. Es reicht, wenn man einfach sagt, was man denkt!“

Dazu: Es wäre schade, wenn sich ein wie auch immer geartetes Feindbild etablieren sollte. Meine Motivation ist eine deutliche Verbesserung der notleidenden Traberzucht sowie eines in Teilen unsäglich notleidenden Zustandes des Hauptverbandes, der nicht mehr in der Lage ist, einigen Grundaufgaben und Pflichten nachzukommen.

Die daraus resultierende Sorge um einen geliebten Lebensinhalt, für mich insbesondere auch Lebensqualität, war die Motivation. Nicht, wie so etliche Andere, die sich schon verabschiedet haben, zu sagen, „macht Euren Dreck alleine“.

Hinzu kommt, dass ich meine Meinung und Überzeugung offensiv vertrete und nichts und Niemandem aus dem Wege gehe.

Erste Schritte einer Überlebensstrategie

- Unbedingt erforderlich ist, dass die Ämter Präsident / Geschäftsführer getrennt werden.
- Unbedingt erforderlich ist, dass das Präsidium aktiv ist und seinen Aufsichtspflichten nachkommt.
- Unbedingt erforderlich ist ein Präsident und Präsidium, welches dem Geschäftsführer sagt wo es langgeht und diesem auf die Finger guckt und nicht umgekehrt.
- Unbedingt erforderlich ist, dass ein Präsident als Repräsentant eine saubere Weste hat.

Und unbedingt erforderlich ist, dass so etliche weitere Baustellen bearbeitet werden. Dafür sind auch eingefahrene Wege intensiv zu prüfen und zu verlassen.

Immo Müller