Peitschenverbot in Australien
vom 13.12.2016

(jg) – Eine bemerkenswerte Entscheidung haben die Verantwortlichen des Trabrennsports in Australien getroffen.

Ab 1. September 2017 darf in Australien, weder im Rennen noch im Training, die Peitsche zum Antreiben eines Pferdes benutzt werden. Mit dieser einzigartigen Entscheidung ist Australien der erste Kontinent, der eine Ächtung der Peitsche beschlossen hat.

„Wir sind der Ansicht, dass der Einsatz der Peitsche nicht wesentlich zur Leistungssteigerung eines Pferdes führt,“ wird Geoff Want zitiert, Vorsitzender von Harness Racing Australia. Lediglich in Situationen, wo eine Gefahr für Fahrer und Pferd bestehen könnte, darf die Peitsche zukünftig als Mittel der Korrektur eingesetzt werden.

Mit dem Verbot erhofft sich der australische Trabrennsport eine generelle Verbesserung seines Ansehens in der Öffentlichkeit. „Junge Menschen sind heutzutage in Sachen Tierschutz sehr sensibel,“ sagt Geoff Want. „Der Einsatz der Peitsche darf daher nur in Situationen geschehen, die dem Schutz von Pferd und Fahrer dienen.“

Anders als in Nordamerika, wo insbesondere die Fahrerelite den Bemühungen eines limitierten Einsatzes der Peitsche mit Ablehnung gegenübersteht, unterstützt Australiens Champion Chris Alford die Entscheidung seines Verbandes uneingeschränkt. „Ich unterstütze jegliche Bemühungen zum Schutz der Pferde, die im Einklang mit den öffentlichen Erwartungen stehen.“