PMU stoppt Wettauszahlung
vom 03.08.2017

(jg) – Am Mittwoch, 1. August, sperrte Pari Mutuel Urbain (PMU) den Jägern leicht verdienten Geldes einen Riegel vor und verweigerte die Auszahlung der Platzwetten des 4. Rennens in Berlin-Mariendorf.

Mehr als das Zehnfache des üblichen Wettumsatzes, 345.000 Euro, war auf den 10:10-Favoriten Prince of Persia auf Platz abgelegt worden. Bei einer garantierten Rendite von 10 Prozent ein scheinbar todsicheres Geschäft. Nicht jedoch mit PMU, die die Platzwette „en point de vente“ annullierte und sämtliche Wetten zurück erstattete. Die über „en ligne“ abgegebenen Platzwetten, knapp 12.000 Euro, wurden hingegen zur Mindest-Quote von 11:10 ausgezahlt. Nicht auszuschließen ist, dass die enorme Summe Geld auf Prince of Persia von Wettvermittlern stammte, die zum Zeitpunkt der Wettabgabe keinen Cent in Vorlage gehen müssen und obendrein ihre Wettprovision erhöhen.

Wir haben diese Art von schnelle Anschaffe des Öfteren im amerikanischen Pferderennsport erlebt. „Opfer“ sind hier die Rennveranstalter, die wie in Frankreich eine 10%-ige Rendite garantieren müssen. Den amerikanischen Rennveranstaltern steht es deswegen frei, überlegene Pferde von vornherein vom Wettmarkt auszuschließen oder bestimmte Wettarten, wie Platz und Place, nicht anzubieten.