Spielt der HVT auf Zeit?
vom 15.07.2016

(jg) – Eine neuerliche Posse leistet sich der deutsche Traberverband derzeit in Bezug auf die Geheimhaltung seiner Mitgliederdaten.

HVT-Mitglied Immo Müller besitzt nach seinen kürzlichen Schilderungen über die Mitgliederversammlung 2016 offenbar schlechte Karten beim Traberverband. Am 27. Juni bat Immo Müller um die Zusendung der Liste der Mitglieder und Mitgliedsvereine zur Verwendung der Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Er setzte hierfür eine Frist von einer Woche.

Seine erste Bitte als auch eine Erinnerungsmail blieben ohne Resonanz. Am 10. Juli forderte Immo Müller unter Androhung der Einschaltung rechtlichen Beistandes den HVT letztmalig zur Übersendung der Adressen auf.

Nun reagierte der HVT und schickte an seine Mitglieder ein Schreiben, ob diese mit der Herausgabe der Namen und Adressen einverstanden wären.

Gesetzliche Bestimmungen sehen vor, dass einem Mitglied das Recht auf Einsicht in die Mitgliederliste oder die Urkunden über den Eintritt und Austritt von Mitgliedern zusteht. Bei größeren Vereinen muss die Einsicht allein schon deshalb gewährt werden, weil die untereinander nicht persönlich bekannten Mitglieder sonst von ihrem Recht aus § 37 BGB keinen Gebrauch machen können. Da Immo Müller klar zum Ausdruck gebracht hat, wofür er die Liste der Mitglieder und Mitgliedsvereine benötigt, ist der Versuch des HVT, seine Mitglieder entscheiden zu lassen, ein Untauglicher.

Wir möchten in diesem Zusammenhang auch daran erinnern, dass die Mitglieder nun schon mehr als 12 Monate auf die Übersendung der letzten Präsidiumsprotokolle warten (Frist lt. Satzung 4 Wochen). Wir kennen keinen anderen Verein, der mit seinen Mitglieder derart arrogant umzugehen pflegt.