Traber des Jahres 2017
vom 20.12.2017

Neun Kandidaten stehen zur Auswahl

(jg) – Auch in diesem Jahr wird der „Traber des Jahres 2017“ mittels Publikumswahl ermittelt. Zur Wahl stehen neun vom Präsidium des HVT bestimmte Pferde.

Bevor wir auf die Kandidaten im Einzelnen eingehen, möchten wir anmerken, dass die Anzahl der zur Wahl stehenden Pferde m.V. viel zu groß ist. Die Möglichkeit einer Manipulation ist umso größer, je mehr Pferde zur Auswahl stehen. Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass sich ca. 1000 Personen an der Wahl beteiligen werden. 12 Prozent der Stimmen könnten theoretisch schon ausreichen, um einen „populären“ Wahlsieger zu ermitteln.

Hier nun die Kandidaten:

Pferd, Alter, Geschlecht, Gewinne 2017, Rekord 2017, Starts: 1. - 2. - 3. 2017, Züchter

Mister F Daag 2 H 28.323 Euro 1:14,9 3: 2-1-0 J.L.P. Huls
Avalon Mists 2 S 37.500 Euro 1:14,0 3: 1-1-0 AGM Groot Beheer
Tsunami Diamant 3 H 146.904 Euro 1:13,4 6: 4-2-0 M. Schwarz
Motion Pure 3 S 91.391 Euro 1:13,8 12: 8-0-1 G. Herz
Orlando Jet 4 H 77.384 Euro 1:11,6 6: 5-0-0 P. Busch
Goldy Stardust 4 S 45.334 Euro 1:11,8 8: 7-1-0 J.W. Scheffer
Gilda Newport 4 S 29.856 Euro 1:10,4 5: 2-1-0 P.S. ter Borgh
Cash Hanover 5 H 49.159 Euro 1:11,4 13: 8-1-1 Durand / Hörmann
Celestial Light TK 6 S 41.054 Euro 1:11,9 13: 8-2-2 T. Kestel

Sogenannter „Titelverteidiger“ ist Orlando Jet, der Traber des Jahres 2016. Der Hengst gewann bis auf eine Ausnahme alle seine Auftritte in diesem Jahr, einmal sogar in Vincennes. Seine einzige Niederlage musste Orlando Jet im Großen Preis von Deutschland hinnehmen, wo der Hengst durch einen extrem ungünstigen Rennverlauf entschuldigt ist.

Wie Orlando Jet gehören auch Goldy Stardust und Gilda Newport dem Jahrgang 2013 an. Gilda Newport ist mit einem Rekord von 1:10,4, erzielt in Solvalla, die schnellste deutsche Traberstute aller Zeiten. In Halmstad gelang ihr im Vorlauf der StoSprintern ein Halbsieg. In der Breeders Crown zog sie allerdings gegen Goldy Stardust den Kürzeren. Diese Stute unterlag 2017 nur einmal, als sie gegen einen enteilten Prince of Persia zu spät kam.

Der Derby-Jahrgang ist durch die Derby-Sieger Tsunami Diamant und Pure Motion vertreten. Tsunami Diamant ist mit 146.904 Euro Jahresgewinne der gewinnreichste deutsche Traber der Saison 2017. Drei seiner vier Auftritte auf höchsten Parkett im Jahrgang gestaltete der Hengst siegreich.

Auch Motion Pure gewann mit einer Ausnahme alle gehobenen Jahrgangs-Prüfungen an der sie teilnahm. Sie ist das siegreichste Pferd und die gewinnreichste Stute ihres Jahrgangs.

Gewinnreichster und schnellster fünfjähriger Traber 2017 war Cash Hanover. International war die beste Leistung des Hengstes ein zweiter Platz im Rahmenprogramm zum Copenhagen Cup. Celestial Light TK gewann 2017 mehr Geld und Rennen als jeder andere sechsjährige Traber in Deutschland. Bei 13 Versuchen erlief die Stute12 Mal einen Rang unter den ersten Drei.

Die beiden jüngsten Kandidaten zur Wahl sind Avalon Mists und Mister F Daag. Die Stute ist sowohl der schnellste als auch der gewinnreichste Vertreter des Jahrgangs 2015 und gewann ein Breeders Course Finale in Wolvega unter Einstellung des deutschen Zweijährigen-Rekords für Stuten. Mister F Daag schmückte sich mit dem Breeders Crown- und Winterfavoriten-Titel.

Dennoch sind wir der Meinung, dass Pferde mit lediglich drei Lebensstarts keinen Anspruch auf den Titel Traber des Jahres erheben dürften. Lt. HVT-Statistik sind lediglich 51 zweijährige deutsche Traber 2017 am Start erschienen. Eine lächerlich geringe Anzahl.

Das letzte zweijährige Pferd, dem die Auszeichnung „Traber des Jahres“ verliehen wurde, war 1990 Sir Action. Dieser Zweijährige gewann in seiner ersten Saison 10 von 11 Starts und 336.634 Euro und ist bis auf den heutigen Tag der gewinnreichste zweijährige deutsche Traber aller Zeiten.