Tücken des amerikanisch-französischen Traberprojekts
vom 03.07.2018

(jg) – Traber-News.com berichtete kürzlich vom Ankauf mehrerer französischer Traber und einer eigenen Rennserie für TF-Trotter in den USA. Nun steckt die Tücke oft im Detail, wie amerikanische Rennställe und Rennveranstalter erfahren.

Die amerikanische Trabrennordnung verlangt, dass sich alle französischen Pferde zunächst einmal für den Rennbetrieb in den USA qualifizieren müssen. Hierzu gehört auch eine Identitätskontrolle.

Während amerikanische Traber mittels Lippentattoo oder Kaltbrand identifiziert werden, besitzen französische Pferde einen Mikrochip. Ein Mikrochip-Leser ist in den Vereinigten Staaten allerdings nicht auf jeder Rennbahn vorhanden. Wer mit seinem Franzosen-Traber außerhalb der Rennbahnen Meadowlands, Yonkers, Freehold, Monticello, Saratoga und Philadelphia starten möchte, sollte vorher die amerikanische Aufsichtsorganisation USTA informieren, die unter Umständen einen Mikrochip-Leser an die betreffende Rennbahn versenden muss.

Ein weiteres Problem stellt die amerikanische Regelung dar, dass ein Pferd, das aus einer Qualifikation oder Wiederqualifikation kommt und im darauffolgenden Rennen einen Galopp in seiner Chart erhält, erneut zur Wiederqualifikation antreten muss.

Angenommen, einem französischen Pferd unterläuft im ersten Lauf der French-American Trotting Club Serie am 5. August ein Galoppsprung, müsste es sich also vor dem zweiten Lauf am 19. August zunächst Wiederqualifizieren.