Über Hans-Werner Brammann
vom 19.04.2017

(jg) – Mit Hans-Werner Brammann hat uns ein bemerkenswerter deutscher Traber-Besitzer und -Züchter am 5. April im Alter von 92 Jahren verlassen. Wie üblich, verliert der Verband hierüber keine einzige Silbe.

Wir lernten den Verstorbenen 1977 anlässlich eines Besuchs auf seinem Gestüt in Sparrieshoop bei Hamburg persönlich kennen und berichteten über den großen Sportsfreund im Album des Trabrennsports 1977 unter dem Titel „Corner der verhinderte Derby-Sieger?“. Es lohnt sich, diesen Artikel zu lesen, um den Pferdemann Hans-Werner Brammann besser zu verstehen.

Hans-Werner Brammann galt in der großen Traber-Familie stets als Außenseiter. Er besaß seine eigenen Ansichten über das Training von Pferden, die sich an Erfahrungen in der Leichtathletik orientierten und im besonderen auch die Psyche des Pferdes berücksichtigten. Nur ungern vertraute er seine Pferde fremden Menschen an.

Zu Hans-Werner Brammanns herausragenden Schützlingen zählten natürlich Corner (geb. 1974, 347.018 Euro), der ungekrönte Crack seiner Jahrgangs und verhinderte Derby-Sieger, Ifram (geb. 1980, 157.299 Euro), siebenfacher Zuchtrennen-Sieger, und Meadow Matt (geb. 1973, 120.518 Euro), zweifacher Sieger in Frankreich.

Wie uns Willi Rode nachträglich informierte, ist Hans-Werner Brammann auch verantwortlich gewesen für das Training der Derby-Sieger Volo Pride und Rambo Corner.