Uneinheitliche Zahlen
vom 08.09.2016

(jg) – Die Bilanz des deutschen Trabrennsports per 31. August 2016 ergibt ein Bild, das nur schwer zu deuten ist.

Positiv
Die Rennpreise weisen ein sattes Plus von 551.657 Euro (+ 16,9 %) gegenüber dem Vorjahreszeitraum aus. Pro Rennen wurden im Durchschnitt 3.498 Euro ausgeschüttet, was einen Zuwachs von 23 % bedeutet.

Negativ
Die Anzahl der Rennen im HVT-Bereich verringerte sich um 5 % auf 1.089. Lediglich Berlin-Mariendorf und Mönchengladbach verzeichnen ein Plus an Rennen.

Die Totoumsätze sanken von 12.071.293 Euro auf 11.161.252 Euro (- 7,5 %). Auch die durchschnittlichen Wettumsätze pro Rennen liegen im Minus. Die Ausnahme bildet Hamburg, das ein Toto-Plus pro Rennen von 29,2 % aufweist. Paradox erscheinen die Zahlen für Berlin-Karlshorst. Mit einem Minus von 29,4 % liegt der Rennveranstalter im Osten Berlins an der Spitze aller Rennvereine in Bezug auf eine Reduzierung der Rennen, ist aber gleichzeitig neben Hamburg der einzige Rennverein, dessen durchschnittlicher Toto-Umsatz gestiegen ist (+ 1,3%).

Ergebnis
Die aktuellen Zahlen sind angesichts der Vielzahl von PMU-Rennveranstaltungen mit den Zahlen des Vorjahres nur schwer vergleichbar. Leider liefert der HVT keinerlei Auskunft in Bezug auf die Abrechnung von PMU-Renntagen und die Verwendung der Mittel. Nicht einmal seinen Mitgliedern gegenüber. Hoffentlich kommt es eines Tages nicht zum befürchteten Knall, wenn die Gemeinnützigkeit auf dem Spiel steht.