Verstößt die Züchterprämien-Regelung gegen europäische Vorschriften?
vom 16.08.2016

(jg) – Den Traberzüchtern in Deutschland und anderswo geht es miserabel. Das belegen die ständig rückläufigen Bedeckungszahlen und Fohlengeburten in den meisten europäischen Trabernationen.

In Deutschland beispielsweise hat sich die Anzahl der Züchter in den vergangenen 10 Jahren mehr als halbiert. Die Anzahl der gedeckten Stuten beläuft sich auf ca. ein Drittel gegenüber 2005. Nimmt man die Zahlen von 1995 zur Hand, beträgt der Zuchtstutenbestand nur noch knapp 10 Prozent gegenüber damals. Das ist eine katastrophale Entwicklung. Die Sorge um die Zukunft des deutschen und europäischen Trabrennsports ist also mehr als berechtigt.

Der Vorsitzende der holländischen Züchtervereinigung, Hans Huiberts, hat in einem Aufruf, der von Traber-News.com bereits vor Monaten veröffentlicht wurde, erneut gefordert, Züchterprämien europaweit auszuzahlen. Hans Huiberts ist sogar der Ansicht, dass in dieser Angelegenheit möglicherweise gegen europäische Vorschriften verstoßen wird.

Und was macht die U.E.T.? Nichts! Wie sollte sie auch. Eine Organisation, die ihren Sitz unter dem Dach des französischen Traberverband führt, deren Amtssprache französisch ist und die duldet, dass die Pferde von 20 ihrer 21 Mitgliedsverbände in 80 Prozent aller Rennen in Frankreich ausgeschlossen sind. Die U.E.T. (Union Europäischer Trabernationen) macht ihrem Namen keine Ehre. Sie gehört auf den Prüfstand.