Was man über den französischen Trabrennsport wissen muss!
vom 07.09.2015

(jg) – In Frankreich gelten andere Regeln als in Deutschland. So werden z.B. von älteren Pferden Mindestgewinnsummen zur Teilnahme an den Leistungsprüfungen gefordert.

Diese bittere Erfahrung musste kürzlich ein deutscher Trainer machen, als sein siebenjähriger französischer Traber von den Rennkommissionären nachträglich unter Verhängung einer Geldstrafe disqualifiziert wurde.

Traber-News.com hat sich kundig getan. Für siebenjährige französische Traber gilt in Frankreich im Moment folgende Regelung:

Teilnahme an einem Profirennen: Mindestgewinnsumme 40.000 Euro.
Teilnahme an einem Amateur- oder Lehrlingsrennen: Mindestgewinnsumme 30.000 Euro.
Wiederqualifikation: Nach acht Rennen 2015 und weniger als 42.000 Euro Lebensgewinnsumme.

Wir wissen nicht, ob Käufern von französischen Pferden so etwas je vermittelt worden ist. War früher auch egal, denn mit dieser Klasse von Pferden hat sich kein deutscher Besitzer / Trainer abgegeben. Ist heute jedoch enorm wichtig geworden. Wer sich ein französisches Pferd kauft muss prüfen, ob die Anforderungen zur Teilnahme an Rennen in Frankreich bestehen oder unter Umständen in der Zwischenzeit verloren gegangen ist. Ist eigentlich nicht Aufgabe des hiesigen Zuchtverbandes, aber wer Verkaufsfahrten nach Frankreich organisiert, sollte auch hierüber informieren.

Nehmen wir den 33-fachen Sieger Tout ou Rien als Beispiel. Mit acht Jahren und 41.496 Euro Gewinnsumme in Frankreich unerwünscht.