Was war das denn?
vom 18.02.2016

(jg) – Ein seltsamer Vorfall am vergangenen Sonntag im Grand Prix de France hat nach dem Rennen zu hitzigen Debatten geführt.

Nach ca. der Hälfte des Rennens sah man den spanischen Teilnehmer Gabriel Angel Pou Pou (43) mit Trebol die dritte Spur anführen. In seinem Windschatten folgte der hohe Favorit Bold Eagle mit Franck Nivard.

Als das Feld die Senke durchfahren hatte und die Gegenseite in Angriff nahm, hielt Trebol seinen Kopf rechtsseitig schief. Gabriel Angel Pou Pou indes schaute fortwährend nach links. Wenig später driftete Trebol um mindestens eine Spur nach außen und Franck Nivard nutzte die Gelegenheit, mit Bold Eagle innen durchzuschlüpfen. Anschließend dirigierte Gabriel Angel Pou Pou Trebol wieder nach innen und nahm seine alte Position ein. Was hat sich der Spanier bei dieser Aktion gedacht?

Der Beobachter konnte im ersten Moment den Eindruck gewinnen, Trebol sollte aus dem Rennen genommen werden. Vielleicht ein Geschirrdefekt, vielleicht ein gesundheitliches Problem bei Pferd oder Fahrer? Doch mitnichten, Gabriel Angel Pou Pou fuhr das Rennen zu Ende. Und das nicht schlecht. Trebol endete im Ziel als Siebter, zeitgleich mit dem Sechsten Kadett C.D., und erhielt dafür immerhin noch die kleinste Prämie.

Wir kennen leider nicht die Erklärung, die Gabriel Angel Pou Pou der Rennleitung über sein Manöver abgegeben hat. Die Commissaires verhängten ein Fahrverbot von sieben Tagen. Das ist m.V. ein Witz!

Immerhin handelte es sich hier nicht um irgendein Rennen, sondern um den GRAND PRIX DE FRANCE, das zweit wertvollste Trabrennen Frankreichs. Die Frage muss erlaubt sein, ob die Anforderung an einen teilnehmenden Fahrer im Grand Prix de France mit 35 Siegen, davon zehn im Sulky, dem Stellenwert dieses bedeutenden Rennens gerecht wird.

Traber-News.com ist nicht der Ansicht, dass es sich bei dem seltsamen Vorfall um eine Manipulation gehandelt hat. Wir sind vielmehr der Überzeugung, Gabriel Angel Pou Pou ist in dieser Kategorie von Rennen schlichtweg überfordert.