Wie kommen die Dotierungen der Zirkel-Rennen zustande?
vom 09.09.2015

(jg) – Traber-News.com und HVT haben übereinstimmend festgestellt, dass die Zirkel-Serien 2014 einen finanziellen Überschuss erbracht haben.

In Schweigen hüllt sich der HVT allerdings wenn es darum geht, die finanziellen Leistungen der Besitzer und Rennvereine und die ausgeschütteten Rennpreisen der einzelnen Zirkel-Serien in Relation zu stellen. Hierzu hat sich der HVT bislang nicht geäußert. Auch nicht gegenüber seinen Mitgliedern, trotz schriftlicher Aufforderung. Von jedem Rennveranstalter jedoch wird eine korrekte Abrechnung der Einsätze und Rennpreise für jedes Rennen mit mehr als zwei Einsatzterminen verlangt.

Traber-News.com ist von dritter Seite auf eine Frage aufmerksam gemacht worden, die für eine korrekte Abrechnung der Zirkel-Serien von entscheidender Bedeutung ist. Wie werden die ersten beiden (gemeinsamen) Einsatzzahlungen auf die jeweiligen Rennen verteilt? Hierüber sagt die Ausschreibung nichts aus.

Werden einzelne Rennserien durch andere Rennserien alimentiert? Z.B. die Buddenbrock-Serie durch die Bayern-Pokal-Serie?

Werden die Einsatzzahlungen unterschiedlicher Jahrgänge vermengt? Z.B. der Zweijährigen-Zirkel mit dem Dreijährigen-Zirkel?

Eine Vermischung von Einsatzzahlungen unterschiedlicher Rennsaisons, z.B. 2014 und 2015, wie es das HVT-Präsidium beschlossen hat, wäre sogar völlig abwegig.

Dies ist keine Angelegenheit zwischen Traber-News.com und HVT, sondern ein Gebot der Transparenz und sollte jeden Aktiven interessieren, der in den Jahren 2013 bis 2015 an Rennen der Zirkel-Serien teilgenommen hat. Wir haben Beleg dafür, dass über 100 Aktive hiervon betroffen sind.

Unter der Prämisse, jede einzelne Zirkel-Serie gesondert abzurechnen, haben wir für die Jahre 2013, 2014 und 2015 für Zirkel-Rennen mit einem finanziellen Überschuss eine Differenz zwischen Einsätze der Besitzer und Rennvereine und ausgeschütteten Rennpreisen von 100.000 Euro errechnet, die auf vom HVT veröffentlichten Zahlen beruhen. Diese Summe sollte den betroffenen Aktiven Augen und Ohren öffnen. Wir sprechen hier nicht von ca. 9.000 Euro, wie der HVT, oder von Peanuts.

Uns ist bekannt, dass andere Rennserien demgegenüber mit einem finanziell negativen Ergebnis abgeschlossen haben. Trotzdem interessieren sich betroffene Besitzer, Züchter und Trainer, wie der HVT eine Handhabung begründet, rote Zahlen mit schwarzen Zahlen zu verrechnen? Rennveranstaltern ist es untersagt, die Einsatztöpfe unterschiedlicher Rennen zu vermengen.

Das Problem ist, dass der HVT in den vergangenen Jahren Aufgaben und Risiken von Rennveranstaltern übernommen hat, ohne darauf vorbereitet gewesen zu sein. Nach unseren Informationen gilt dies auch für die Abrechnung der PMU-Veranstaltungen. Hierüber muss gesprochen werden. Mit allen Beteiligten und in aller Offenheit.