Wie lange noch dieser Wahnsinn?
vom 30.08.2016

(jg) – In diesen Tagen ist Traber-News.com auf zwei Vorfälle aufmerksam gemacht worden, die schleunigst auf den Prüfstand gehören.

Zwei deutsche Pferde sollten am vergangenen Wochenende in Kopenhagen an den Start gelangen. Sie durften aber nicht. Begründung: Die jüngste Form der beiden Pferde fehlte im Rennprogramm.

Das darf doch wohl nicht wahr sein? Mit der Annahme einer Nennung wird zwischen dem Nennenden und dem Rennverein bei Starterangabe quasi ein Vertrag geschlossen. Ist es rechtens, dass eine dritte Partei, der Zuchtverband des gastgebenden Rennveranstalters, diesen Vertrag mit einer fadenscheinigen Begründung kippen darf?

Die Papiere zur vorübergehenden Ausfuhr sollen den dänischen Verband erst nach Drucklegung des Rennprogramms erreicht haben. Immerhin, die Bescheinigungen lagen dem Verband vor. Die Starterlaubnis wurde trotzdem verweigert.

Die Zuchtverbände kassieren für jede Ein- und Ausfuhr Gebühren. So etwas könnte man auch Wegezoll bezeichnen, der innerhalb der europäischen Union als abgeschafft gilt. Noch nicht einmal eine Rückerstattung der Kosten für den im konkreten Fall sinnlosen Papieraustausch wurde vorgenommen.