Wie Traberzüchter geprellt werden
vom 02.03.2018

(jg) – Wir ahnten es schon lange, jetzt wissen wir es genauer. Viele Züchter kleinerer Trabernationen werden Tag für Tag, Woche für Woche, um den ihnen zustehenden Lohn gebracht.

Es geht um Züchterprämien, die den Züchtern bei Renngewinnen ihrer Zuchtprodukte im Ausland vorenthalten werden. Besonders betroffen sind deutsche und niederländische Züchter, die im Erfolgsfall ihrer Zuchtprodukte leer ausgehen.

Der HVT veröffentlicht seit geraumer Zeit Renngewinne deutscher Pferde im Ausland. Diese Rubrik nimmt mittlerweile einen immer größeren Raum in den Verbandsmitteilungen ein. Bis einschließlich 21. Februar gewannen diese Pferde fast eine Viertel Million Euro im Ausland. Das sind 25.000 Euro Züchterprämien in sieben Wochen, die den Züchtern deutscher Traber im Geldsäckel fehlen.

Wohlgemerkt, hierbei handelt es sich lediglich um deutsche Traber, die eine befristete Ausfuhrgenehmigung besitzen. Nicht erfasst sind die für dauernd ausgeführten deutschen Pferde, die mindestens dieselbe Summe im Ausland gewinnen.

Da helfen auch die ca. 15.000 Euro Züchterprämien nicht, die der HVT auf Renngewinne ausländischer Traber in Deutschland im selben Zeitraum einbehalten hat. Mehr als die Hälfte davon versickern ohnehin im Säckel für Dopingprävention.