Zu neuen Wegen bereit
vom 02.03.2017

(jg) – Steht die amerikanische Traberzucht vor einem Wendepunkt? Die Zusammenarbeit der amerikanischen Stoner Creek Stud Farm mit der schwedischen Menhammar Stuteri lassen diese Vermutung zu.

Nach Ansicht von Johan Hellander, Manager von Schwedens größtem Trabergestüt Menhammar Stuteri, läuft die amerikanische Traberzucht Gefahr, sich in eine Sackgasse zu züchten. Zwei Hengstlinien, Valley Victory und Garland Lobell, dominieren derzeit die amerikanische Traberzucht. Als Beispiel nennt Johan Hellander den Muscle Hill-Sohn Trixton, der aus einer Tochter von Garland Lobell stammt, und fragt, „Welche Optionen bieten sich derzeit amerikanischen Züchtern, die mit Hengsten und Stuten dieser Herkunft züchten?“

Das Problem sehen amerikanische Traberzüchter offenbar ebenso. Deshalb hat Stoner Creek in Kentucky jetzt ein Abkommen mit Menhammar geschlossen, das vorsieht, amerikanischen Züchtern Zugang zu Readly Express, Maharajah und From Above zu geben. Die zu erwartenden Produkte dieser Hengste sollen eine Startberechtigung für die regionalen Kentucky Sires Stakes erhalten.

Zunächst sollen je 10 Sprünge zu Prix d’Amerique-Sieger Maharajah und U.E.T.-Sieger Readly Express und einige wenige Sprünge zu Elitloppet-Sieger From Above angeboten werden. Möglich ist auch, dass Menhammar einige Sprünge für eigene Stuten in den USA in Anspruch nehmen wird.

Auf jeden Fall scheint der internationale Zuchtaustausch einen kleinen Schritt voran gekommen zu sein. Als nächstes sollte sich Frankreich öffnen, das wäre dann ein wirklich großer Schritt.