Zuchtfonds: 181.207,60 Euro
vom 22.12.2016

(jg) – Es sind zwar noch zwei Wochen bis Jahresultimo, aber die Summe der im Zuchtfonds angesammelten Züchterprämien belaufen sich per 18. Dezember bereits auf 181.207,60 Euro.

Der Zuchtfonds ist dank PMU kräftig angewachsen. Ca. 31 Prozent der in diesem Jahr auf deutschen Trabrennbahnen ausgeschütteten Rennpreise wurden von Pferden ausländischer Zuchtbücher gewonnen. Die Züchterprämien (10 Prozent) kassiert der HVT und schreibt sie dem Zuchtfonds gut.

Was geschieht damit? Eine detaillierte Bilanz des Zuchtfonds wird den Züchtern seit Jahren vorenthalten. Ebenso die Präsidiumsprotokolle, auf die die Mitglieder weiterhin seit mehr als ein Jahr warten. Das ist ein skandalöses Verhalten des Präsidiums, das beim Aufsichtssführenden Ministerium sicherlich keine Billigung findet!

Wir möchten in diesem Zusammenhang aus einer Publikation des Direktoriums für Traber-Zucht und –Rennen zitieren, dem Vorgänger des jetzigen Hauptverbandes für Traberzucht. Dr. Josef Pulte, der fähigste Hippologe, der je im Dienste des deutschen Traberzucht-Verbandes stand, schrieb:

„Die entscheidende Rolle bei der Zucht des Trabers spielt der Mensch, der Züchter. Die Pferdezucht, insbesondere die Zucht eines leistungsfähigen Traberpferdes, ist eine schwierige und teure Aufgabe. Sie erfordert einen großen Aufwand an Kapital. Oft dauert es auch lange, bis sich der Aufwand lohnt und Erträge aus der Zucht dem Betrieb zufließen....

Zu den Förderungsmaßnahmen gehören selbstverständlich auch die Züchterprämien... Die Züchterprämien als Förderung der deutschen Traberzucht können nicht stark genug beachtet werden. Wenn man bedenkt, dass im Jahre 1961 allein 1.082.597,40 DM an Züchterprämien gezahlt wurden, so ist dies eine wirksame Förderungsmaßnahme für den Züchter.“