Züchterprämien in Rennen der Rasse „Trotteur-Francais“ – macht das Sinn?
vom 14.08.2016

(jg) – Traber-News.com hat auf diese eigenartige Praxis schon vor Monaten hingewiesen. Wieso müssen deutsche Trabrennveranstalter Züchterprämien in Rennen der Rasse „Trotteur Francais“ zahlen?

Die deutsche Trabrennordnung sieht vor, dass ein Rennveranstalter, zusätzlich zu den ausgelobten Rennpreisen, 10 Prozent Züchterprämien zur Förderung der deutschen Traberzucht zahlen muss. In einigen Ländern sind die Züchterprämien im Rennpreis eingespeist, da sie definitiv eine Schuld des Rennvereins darstellen.

Rennen ausschließlich für französisch registrierte Pferde auf deutschen Trabrennbahnen lassen den deutschen Traberzüchter aber außen vor. Sie haben keinen Bezug im Himnblick auf die Förderung der deutschen Traberzucht. Diese Rennen widersprechen möglicherweise auch der Satzung des Hauptverbandes, dessen Tätigkeitsbereich sich auf die Rasse Deutscher Traber erstreckt.

Die sogenannten „TF-Rennen“ sind im weltweiten Trabrennsport ein Novum. Abgesehen von Rennen der Orlow-Rasse, die aber ausschließlich in Russland stattfinden, gibt es nirgendwo auf diesem Planet Rennen, die ausschließlich für Pferde reserviert sind, deren Teilnahme-Qualifikation einem fremden, ausländischen Verband unterliegen.

Die Züchterprämien auf „TF-Rennen“ belasten die Rennveranstalter und sind ohne Sinn. Den eigentlichen Zweck erfüllen sie nicht. Da nach augenblicklicher Praxis der HVT selbst die französischen Provisionen vereinnahmt und Rennpreise und Züchterprämien garantiert, ist es ein Nehmen und Geben von der einen Hosentasche in die andere.

Der holländische Trabrennsport hat hieraus die richtige Konsequenz gezogen:

Keine Züchterprämien auf Rennen der Rasse „Trotteur Francais“!