Züchterprämien und Zuchtfonds in Österreich
vom 26.09.2016

(jg) – Einen interessanten Leserbrief erhielt Traber-News.com von Astrid und Josef Rupp aus Österreich.

Das Gestüt Rupp kann auf eine fast 50jährige Tradition im Trabrennsport verweisen. So gewann Awio 1982 für die Farben des niederösterreichischen Gestüts das Derby in der Krieau. Der jüngste große Erfolg für die blau/gelben Farben stammt aus dem Jahr 2015, als Lady Ford im Österreichischen Flieger-Derby triumphierte.

In Österreich werden nach Aussage von Frau Astrid Rupp keine Züchterprämien auf Rennen der Rasse Trotteur Francais und auf Renngewinne ausländischer Pferde gezahlt. Von der Zahlung dieser Züchterprämien in Höhe von üblicherweise 10 Prozent sind die Rennvereine befreit.

Dennoch gibt es einen Zuchtfonds in Österreich, der jedoch im Vergleich zu Deutschland von bescheidener Größe ist. 2013 enthielt der Zuchtfonds in Österreich 7.914 Euro, 2014 waren es 4.951 Euro und im Vorjahr 2.515 Euro. Der Zuchtfonds speist sich aus Prämien für Züchter, die nicht mehr aktiv züchten, aus Gebühren für verspätet gemeldete Fohlenregistrierungen (50 Euro) und aus Beiträgen nicht mehr aktiver Züchter, die sich mit der Zahlung einer Jahrespauschale in Höhe von 50 Euro die weitere Züchterprämienzahlung gesichert haben.

Aus dem Zuchtfonds erhält jeder Züchter eines qualifizierten Pferdes eine Prämie von 50 Euro, und fristgemäß gemeldete Fohlenregistrierungen sind in Österreich kostenfrei.

Astrid Rupp berichtet: „Dem Wunsch einer einheitlichen europäischen Züchterprämie können auch wir etwas abgewinnen. Unsere deutsch registrierten Zuchtprodukte starten in Schweden und Österreich. Unsere Österreicher werden nach Deutschland verkauft. Fast immer bleibt man als Züchter auf der Strecke. Unsere Züchterprämien wären mit einer Vereinheitlichung und Gleichstellung um mehr als 1/3 höher.“