Züchterprämien damals und heute
vom 19.03.2015

(jg) – In einem Beitrag des Vereins Westdeutscher Traber-Züchter und –Besitzer e.V. von 1991 lasen wir, dass ausländische Traber im Zeitraum von 1981 bis 1990 im Durchschnitt jährlich 3.152.812,20 DM (1.612.007 Euro) auf deutschen Trabrennbahnen gewonnen haben.

Das entsprach damals einem Anteil von 5,8 Prozent des gesamten Rennpreisaufkommens. Heute fließen 35,1 Prozent aller Züchterprämien in den Zuchtfonds, der bekanntlich nur zu einem geringen Teil als Ausgleich für entgangene Züchterprämien eingesetzt wird.

Blankes entsetzen müsste das Minus von fast 2,2 Millionen Euro Züchterprämien jährlich gegenüber vor 30 Jahren auslösen. Das erklärt, warum so viele aufgehört haben zu züchten. Und darum wäre die europäische Züchterprämie für kleinere Trabernationen wie Deutschland so bedeutsam. Über dieses Thema wollte auf Antrag des holländischen Verbandes die UET-Versammlung im Januar diskutieren. Nur, über das Resultat der Debatte werden die europäischen Züchter von ihren Verbänden im Unklaren gelassen.

Leider sind in Zeiten der Intransparenz keine verlässlichen Daten vom HVT über ausgekehrte Züchterprämien zu erhalten. Der Jahresbericht in schriftlicher Form ist vom amtierenden Präsidium abgeschafft und die Presse ausgeschlossen worden. Trotzdem haben wir recherchiert. Folgende Zahlen erklären den Frust deutscher Traberzüchter:

Durchschnittliche Züchterprämien jährlich

Zeitraum deutsche Züchter Zuchtfonds
1981 - 1990 2.639.610,00 Euro 161.201,00 Euro
2014 444.056,00 Euro 240.506,90 Euro